jueves, 18 de mayo de 2017

ENTWICKLUNGSHILFE

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ENTWICKLUNGSHILFE


Trotz langjährige Erfahrung und arbeit im Bereich der Entwicklungshilfe gibt es imme noch ein großes “Nord-Süd-Gefälle zwischen den extrem reichen Industrieländern im Norden und den sehr armen Entwicklungsländer im Süden. Wie lässt sich das Ihrer Meinung nach erklären? Welche Maßnahmen müssten getroffen werden, um die Situation zu verbessern?


1) Nennen sie einige Länder, die sich Ihrer Meinung nach folgenden Kategorien zuordnen lassen:

a) Industrieländer:..........................................................

b) Schwellenländer:..........................................................

c) Entwicklungsländer ………………………………………


2) Anstatt “ Entwicklungsländer” wird auch der Begriff “Dritte-Welt-Länder” benutzt. Wer oder was war mit der “Ersten und der “Zweiten Welt” gemeint?

3) Welche Formen der Entwicklungshilfe sind Ihnen bekannt?

4) Welche Schwierigkeiten kann es bei der Entwicklungshilfe geben?


CHARAKTERISTIKA DER INDUSTRIELÄNDER


- Hohes Bruttoinlandsprodukt (=Wert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Land innerhalb eines Jahres produziert).

- Hoher lebensstandard im Bevölkerungsdurchschnitt

- Relativ große Mittelschicht.

- Hohe Arbeitsproduktivität in der Industrie durch moderne Technologien und Verfahren

- Hochwertige Dienstleistungen.

- Gut ausgebaute Infrastruktur, gute medizinische Versorgung.

- Meist niedrige Geburtenrate, niedrige Säuglingssterblichkeit.

- Bevölkerung hat eine gute Allgemeinbildung und Ausbildung.

- Hohe Erträge bringende landwirtschaft bei gleichzeitig niedrigen Anteil des Agrarsektors am Sozialprodukt.

- Genügend Nahrung für die Bevölkerung vorhanden (Überernährung).

- Stabiles politisches System, rechtsstaatliche Verfahren.


CHARAKTERISTIKA DER ENTWICKLUNGSLÄNDER:


- Relativ niedriges Bruttoinlandsprodukt.

- Niedriger Lebensstandard im Bevölkerungsdurchschnitt, große Einkommens - und Vermögensunterschiede.

- Relativ kleine Mittelschicht.

- Meist veraltete Industrien mit geringer Arbeitsproduktivität oder kaum vorhandenen Industrie.

- Meist Außenhandelsdefizit (mehr Importe al Exporte) -> starke Verschuldung

- Schwache Infrastruktur,medizinische Unterversorgung.

- Meist hohe Säuglingssterblichkeit.

- Kaum Bildungsmöglichkeiten für die Bevölkerung (Analphabetismus).

- Veraltete Landwirtschaft, die nicht genügend Erträge für die eigene Bevölkerung erbringt (->Mangelernährung oder Unterernährung).

- Instabile politische und rechtliche Verhältnisse, Korruption, und Nepotismus weit verbreitet.

- Starke Abhängigkeit von reichen Ländern, oft hohe Schulden bei diesen Ländern.



VORSCHLÄGE ZUR AUSWAHL


- Eine wichtige Charakteristika der Entwicklungsländer

- Unterschiedlicher Lebensstandard in verschiedenen Kontinenten

- Durch die Medien sind die probleme der ärmeren Länder ständig präsent.

- Armut bzw. Unterentwicklung kann zu Flüchtlingsströmen führen.


GRÜNDE FÜR DIE HEUTIGE SITUATION


- Sehr große, wachsende diskrepanz zwischen dem Entwicklungsland der Geber - und der Nehmerländer.

- Wille zur systematischen Hilfe nicht immer vorhanden.

- Zu wenig oder falsche finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung der Entwicklungsländer.



SCHWIERIGKEITEN BEI DER ENTWICKLUNGSHILFE


- Industrieländer wollen Mitspracherecht bei der Verwendung von entwicklungshilfe geldern ->Empfängerländer fühlen sich bevormundet wie zu Zeiten der Kolonien.

- Konflikte innerhalb eines Empfängerlandes lähmen die Entwicklung.

- Patentrezepte, die in den Industrieländer funktionieren, sind nicht immer übertragbar -> andere klimatische Bedingungen und gesellschaftliche Voraussetzungen, andere Kulturen, Religionen usw.

- Unterschiedliche Prioritäten der Geber - und Nehmerländer-> z.B. Industrieländer wollen vorwiegend eigen Exporte fördern, Entwicklungsländer wollen Absatzmärkte für ihre Agrarprodukte erschließen.

- Religiöse Gegensätze erschweren Hilfeleistungen.

- Als ökologisch bedenklich oder katastrophal eingeschätzte Prestigeobjekte (zB. Staudämme) wollen die einheimischen Regierungen großer internationaler Bedenken verwirklichen.

- Industrieländer wie die EU-Länder wehren sich mit hohen Zöllen oder Importkontingentierung gegen die Einfuhr von Agrarerzeugnissen. Stahl usw. und behindern damit die Entwicklung ärmerer Länder .

- monokulturen in der Landwirtschaft (nur ein Produkt wird angebaut z.B. Bananen);damit extreme abhángigkeit von der Weltkonjunktur.

- Ein Teil des Geldes wird von einem umfangreichen Verwaltungsapparat in beiden Ländern verschlungen, oft ausgeprägte Korruption -> Geld erreicht nicht die tatsächlich Bedürftigen.

- “Giesskannenprinzip” überall gibt es nur ein bisschen Geld so dass kein Projekt wirklich vorankommt.


ERFOLG VERSPRECHENDE KONZEPTE


Einheimischer Berater zur Projektgestaltung von Entwicklungshilfe heranziehen

Weniger Arroganz der “reichen Länder”.

Weniger kurzfristige Hilfe, die nur eine momentane Verbesserung verspricht, sondern langfristige Projekte.

Hilfe zur Selbsthilfe.

Bessere Schulbildung für die Bevölkerung (besonders der Frauen), damit die Menschen in der Lage sind, selbst Informationen aufzunehmen und zu werten.

Verbesserung schon vorhandene Geräte in der Landwirtschaft und in der einheimischen Industrie,so dass die Menschen auch ohne teure, importierte ersazteile arbeiten können.

Rückbesinnung auf traditionelle Methoden, auch mit modernen Hilfsmittel.

Gerechtes und angemesseneres Kreditsystem des Internationalen Währungsfonds.

Schulung von Fachkräften, die in ihrem Land wieder andere weiterbilden können (“Schneeballprinzip”).

Entsendung von erfahrenen Fachkräften aus den Industrieländern, die bereits pensionierte sind aber noch sinnvoll beschäftigt werden wollen.

Individuelle Konzepte für jedes Land.


Weitere Fragestellungen zum Thema


1 Die Bevölkerung wächst immer noch mit dramatischer Schnelligkeit.Wie sollte man ihrer Meinung nach mit diesem Problem umgehen?

2 Welchen Bereich wurden sie in der Entwicklungshilfe, wenn Sie die Entscheidungsgewalt hätten am meisten fordern, die Erziehung, die Landwirtschaft, die Industrie oder den Aufbau der Infrastruktur? Begründen Sie Ihre Wahl.

3 Würden Sie selbst gern einmal als Entwicklungshelfer oder Entwicklungshelferin arbeiten? begründen sie ihre Entscheidung.

4 Beschreiben Sie ein ihnen bekanntes Entwicklungshilfeprojekt. Stellen Sie dar, inwiefern es erfolgreich war oder nicht.

5 Welche Form der Entwicklungshilfe kann erfolgreich sein, welche nicht? Wie sollte eine effektive Entwicklungshilfe aussehen?

6 “Die industrielle Länder sind auf Kosten der Entwicklungsländer reich”.- Stimmen Sie dieser These zu? Begründen Sie Ihre Meinung.

7 In der Europäischen Union und in Nordamerika werden jährlich Tonnen von Nahrungsmittel vernichtet, um die Preise auf dem Weltmarkt stabil zu halten. Auf der anderen Seite gibt es Länder, wo die Menschen an Hunger sterben. Nehmen Sie dazu Stellung.


Tolo Pons

Quelle: sprechen-schreiben-mitreden

von:Jo Glotz-Kastanis

Doris Tippmann

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